Wissen, bevor Sie renovieren

Draußen genauer
hinsehen.

Entdecken Sie 12 mögliche Fundstellen an Dach, Fassade und im Garten. Ein eigenes Hausmodell macht auch übersehene Bauteile sichtbar.

Dennis Bailey
Ihr Begleiter: Dennis Als digitaler 3D-Begleiter
am Beispielhaus
Die Haus wird vorbereitet …

Die Fundstellen sind auch als Textliste weiter unten verfügbar.

Ziehen zum Drehen · Raum oben wählen
0 von 12 entdeckt

Ein Modell, kein Asbestnachweis. Die Markierungen zeigen typische Verdachtsstellen. Ob in Ihrem Gebäude Asbest vorhanden ist, klärt eine fachgerechte Untersuchung – nicht die Optik.

Vor dem Umbau

Das Baualter gibt einen Hinweis.

In Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 muss bei Renovierungsarbeiten mit Asbest gerechnet werden. Das belegt keinen Asbestgehalt einzelner Bauteile; auch die Umbaugeschichte zählt. Bei späterem Baubeginn wird im Regelfall kein Asbest vermutet, besondere Übergangsfristen und konkrete Verdachtsmomente sind jedoch zu berücksichtigen.

Asbest vor der Renovierung klären ↗

Vom Verdacht zum Befund

Jede Schicht zählt.

Aussehen, Baualter und Fotos können Hinweise geben, ersetzen aber keine fachliche Erkundung. Eine Untersuchung muss die betroffenen Materialien und Schichten erfassen; ein einzelner negativer Befund gilt nicht automatisch für den gesamten Raum.

Fachgerechte Probenahme und Analyse ↗
Alle 12 Fundstellen als Text

Dach · 01

Wellplatten auf Dach und Garage

Ältere gewellte Dachplatten können aus Asbestzement bestehen. Auch ähnliche asbestfreie Faserzementplatten sind verbreitet. Farbe, Moos oder Wellenform entscheiden die Frage nicht.

Der nächste Schritt: Vor Dacharbeiten Material und sicheren Zugang durch Fachleute klären lassen. Dachplatten nicht betreten.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Dach · 02

Kleinformatige Dachplatten

Asbestzement wurde auch als kleine, überlappend verlegte Dachplatten eingesetzt. Die Ähnlichkeit zu Schiefer ist kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal.

Der nächste Schritt: Vor Reparatur oder Neueindeckung vorhandene Unterlagen und gegebenenfalls eine fachgerechte Untersuchung nutzen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Dach · 03

Dachpappe und Abdichtungsbahnen

Bestimmte ältere Dach- und Dichtungsbahnen können Asbest enthalten. Eine dunkle Farbe unterscheidet weder Asbest von asbestfreiem Material noch Bitumen von teerhaltigen Produkten.

Der nächste Schritt: Asbest und gegebenenfalls weitere Schadstoffe getrennt im Untersuchungskonzept berücksichtigen lassen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Fassade · 04

Fassadenplatten und Schindeln

Historische Fassadenbekleidungen aus Faserzement können Asbest enthalten. Hinter der sichtbaren Fläche können weitere Schichten liegen. Eine modern gestrichene Oberfläche ändert den ursprünglichen Werkstoff nicht.

Der nächste Schritt: Vor Bohren, Reinigen oder Fassadenarbeiten die betroffenen Materialien fachlich einordnen lassen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Fassade · 05

Verkleidung unter dem Dachüberstand

Auch Platten an Traufe und Dachuntersicht gehören zu möglichen historischen Asbestzement-Anwendungen. Sie werden bei Arbeiten an Dachrinnen oder Leitungen leicht übersehen.

Der nächste Schritt: Dachuntersicht und Anschlüsse vor Eingriffen in die Erkundung einbeziehen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Fassade · 06

Regenfallrohr aus Asbestzement

Ältere Regenfall- und Abwasserrohre können aus Asbestzement bestehen. Eine gleiche Farbe macht Metall-, Kunststoff- und Faserzementrohre nicht gleichartig.

Der nächste Schritt: Vor dem Trennen oder Austauschen den Werkstoff und die Anschlüsse fachlich prüfen lassen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Balkon & Garten · 07

Balkonbrüstung aus Faserzement

Ältere Balkonbekleidungen können aus asbesthaltigen Faserzementplatten bestehen. Die Platten können beschichtet sein; das Aussehen liefert keine sichere Materialbestimmung.

Der nächste Schritt: Vor Befestigungen, Reinigung oder Austausch den Bestand prüfen lassen. Auch Absturzsicherung muss fachlich geplant werden.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Balkon & Garten · 08

Blumenkübel und Pflanztröge

Historische Pflanzgefäße können aus Asbestzement gefertigt sein. Nicht jeder graue oder schwere Kübel ist betroffen. Auch für Gartenobjekte ersetzt das Aussehen keinen belastbaren Nachweis.

Der nächste Schritt: Verdächtige Gefäße nicht zerbrechen, bohren oder abschleifen. Fachgerechte Einordnung und Entsorgung abstimmen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Balkon & Garten · 09

Beeteinfassungen und alte Stellplatten

In älteren Gärten wurden auch ebene oder gewellte Asbestzementplatten als Beet- und Wegebegrenzung verwendet. Teilweise steckt ein großer Teil der Platte im Boden. Form, Farbe und Bewuchs reichen nicht aus, um Asbest auszuschließen.

Der nächste Schritt: Vor Gartenumbau oder Erdarbeiten den Bestand fachlich klären lassen. Verdächtige Platten nicht herausziehen, zerkleinern oder mit dem Mäher bearbeiten.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Balkon & Garten · 10

Alte Platten an Kompostplatz und Holzlager

Alte Faserzement-Restplatten finden sich mitunter als Abdeckung von Kompostplätzen oder Holzlagern. Das ist ein historisches Fundbeispiel und keine Empfehlung zur Weiterverwendung. Auch kleine Reststücke können asbesthaltig sein.

Der nächste Schritt: Material und gegebenenfalls betroffenen Untergrund durch Fachleute beurteilen lassen. Verdächtige Reste weder umsetzen noch für neue Zwecke verwenden.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Fassade · 11

Außenfensterbank aus Faserzement

Auch außen können ältere Fensterbänke aus Asbestzement bestehen. Beschichtungen und ähnliche Stein-, Metall- oder asbestfreie Faserzementprodukte erschweren die Einordnung nach dem Aussehen.

Der nächste Schritt: Fensterbänke vor Fenstertausch oder Fassadenarbeiten in die fachgerechte Erkundung einbeziehen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗

Fassade · 12

Fensterkitt und Anschlussmaterialien

Bestimmte ältere Fensterkitte können Asbest enthalten. Auch angrenzende Spachtel- und Reparaturstellen sind bei Arbeiten am Fenster zu berücksichtigen. Ein untersuchtes Glas- oder Rahmenteil sagt nichts über diese anderen Materialien aus.

Der nächste Schritt: Vor dem Ausglasen, Schleifen oder Bearbeiten den Kitt und die betroffenen Anschlussschichten getrennt fachlich prüfen lassen.

Untersuchung vor Arbeiten klären ↗
Was zeigt die Tour – und was nicht?

Die Haus ist ein eigens gestaltetes 3D-Modell. Dennis ist als fotobasierter, KI-gestalteter Begleiter mit dezenter Bewegung eingebunden. Seine Darstellung ist kein Körperscan und keine Videoaufnahme. Räume, Schichten und Fundstellen sind zur Erklärung vereinfacht und nicht vollständig. Das Modell zeigt keine reale Schadstoffuntersuchung. Eine Fundstelle bedeutet weder, dass jedes ähnliche Bauteil Asbest enthält, noch dass alle nicht markierten Bauteile asbestfrei sind.

Klären Sie einen Verdacht vor dem Bohren, Schleifen, Abbrechen oder Entfernen. Lassen Sie notwendige Materialproben fachgerecht entnehmen und im Labor untersuchen. Ob und wie ein Material saniert werden muss, hängt unter anderem von Befund, Zustand, Nutzung und geplanten Eingriffen ab.

Alle Außenfundstellen sind als Text erklärt. Sie können sie im Modell auswählen oder in der vollständigen Textübersicht nachlesen.

Fachliche Grundlagen und Quellen

Die Erläuterungen beruhen auf Informationen von BG BAU, DGUV, BAuA und Umweltbundesamt sowie den verlinkten Fachquellen. Historische Veröffentlichungen dienen hier der Materialbeschreibung. Materialgrundlagen, ergänzte Fundstellen und Verweise geprüft am 25. Oktober 2026.

Eine weitere Lernanwendung bietet das Asbesthaus der BG BAU. Diese Bailey-Tour ist eine eigenständige Umsetzung, kein Angebot oder Gütesiegel der BG BAU.

Berlin & Brandenburg

Sie planen Arbeiten am Gebäude?

Schildern Sie uns Ihr Vorhaben. Vorhandene Fotos, Pläne oder Befunde helfen uns, den nächsten Schritt mit Ihnen abzustimmen.

Vorhaben mit Bailey klären ↗